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Artenauswahl

Häufige Fragen (FAQ)

Die Details zu den einzelnen Modellen werden noch publiziert. Hier folgen einige allgemeine Hinweise zur Interpretation.

  1. Was bilden diese Modelle ab?

    Die dargestellten Modelle bilden nicht die zukünftige Verbreitung von Arten ab, sondern Veränderungen des von ihnen besiedelbaren Gebietes. Dabei werden einige Einflussgrößen bewusst außer acht gelassen, über deren Entwicklung man nur sehr ungewisse Aussagen treffen könnte: Die künftige Nutzung durch den Menschen ist ebenso wenig berücksichtigt wie lokale Störgrößen (z.B. Lawinen und Steinschlag), Interaktionen zwischen den Arten oder die Fähigkeit und Gelegenheit zu Ausbreitung. Auch das manchen Arten für eine gewisse Zeit mögliche Ausharren unter widrigen Umständen ist nicht in der Modellierung berücksichtigt. Es ist also nicht zu erwarten, dass die Arten genau den dargestellten Bereich einnehmen werden. Die Karten sind als Trendszenarien zu lesen.

  2. Wie zuverlässig sind die Modelle und welche Annahmen liegen ihnen zugrunde?

    Die Karten liefern keine punktgenaue Aussagen, sondern sind Trendszenarien. Über die Unsicherheiten in den Klimaszenarien informieren die REMO-Seiten . Von den bisher an Wuchsorten der Pflanzen beobachteten Standortbedingungen wird auf die zukünftige Verbreitung unter geänderten Klimaverhältnissen geschlossen. Dabei liegen vereinfachte Annahmen zugrunde, z.B. dass die bisher beobachtete Verbreitung der Pflanzen im Einklang mit den Standortbedingungen stand. Solche Annahmen sind nicht zu überprüfen und deshalb eine Quelle nicht bezifferbarer Unsicherheiten.

  3. Welche Daten liegen den Modellen zugrunde?

    Die Modelle beruhen auf den bisher an Wuchsorten der Pflanzen beobachteten Bedingungen und auf einer Abschätzung künftiger Klimaverhältnisse. Die Wuchsorte der Pflanzen entstammen der Vegetationsdatenbank des Nationalparks Berchtesgaden (Informationssystem der Nationalparkverwaltung Berchtesgaden). Sie wurden v.a. in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts erhoben. Die Daten zu den Standortbedingungen an den Wuchsorten entstammen dem selben Informationssystem. Je nach Pflanzenart wurden in den Modellen unterschiedliche Einflüsse berücksichtigt (häufig Frühjahrs- und Sommertemperaturen, Hangneigung, Bodenentwicklung). Die zukünftigen Klimaverhältnisse sind von den im Auftrag des Umweltbundesamtes berechneten REMO-Simulationen abgeleitet.