Dauersiedlungsgebiet in Südtirol

  • Ansprechperson:

    Dr. Thomas Wieland

  • Förderung:

    Autonome Provinz Bozen-Südtirol, Landesinstitut für Statistik (ASTAT

  • Projektbeteiligte:

    Autonome Provinz Bozen-Südtirol, Landesinstitut für Statistik (ASTAT

  • Starttermin:

    2017

  • Endtermin:

    2018

Die Siedlungsfläche ist ähnlich endlich und kostbar wie andere für die anthropogene Nutzung benötigte Ressourcen. Insbesondere in Gebirgsregionen beschränken sich die möglichen Siedlungsgebiete schon aufgrund der Morphologie des Naturraumes (z.B. Steilhänge, Gletscherflächen) auf einen vergleichsweise kleinen Teil des Gesamtgebietes. Hinzu kommen politisch-administrative Einschränkungen der zulässigen Besiedelung, die ihrerseits den Zweck erfüllen, natürliche, naturnahe und bestimmte anthropogen geprägte Räume von Eingriffen zu bewahren (Umwelt- und Kulturlandschaftsschutz). Raumnutzungskonflikte sind daher wenig überraschend, vor allem unter den Bedingungen einer positiven wirtschaftlichen Entwicklung – Boden ist ein wichtiger Produktionsfaktor – und eines demographischen Wachstums – denn auch die Wohnbebauung nimmt zu. Es gilt daher, den Flächenverbrauch und die mögliche Ausweitung von Siedlungsgebieten regelmäßig zu quantifizieren. Hierzu wird im Auftrag des Südtiroler Landesinstitutes für Statistik (ASTAT) seit 2002 in fünfjährigem Abstand die tatsächliche besiedelte Fläche der Provinz Südtirol kleinräumig ermittelt und dem sog. Dauersiedlungsgebiet gegenübergestellt, wobei letzteres die potenziellen für eine dauerhafte Besiedlung möglichen Gebiete umfasst. Das Ziel dieser Studie(n) ist jedoch keinesfalls, eine Grundlage für die Ausweisung neuer Baugebiete zu liefern, sondern vielmehr auf zukünftige Nutzungskonflikte der Ressource Fläche hinzuweisen. Die Abgrenzung der beiden genannten Flächentypen erfolgt über GIS-gestützte räumliche Analysen in schrittweisen Verfahren. Erstmalig wird die Bestimmung der Siedlungsflächen 2017 ergänzt durch eine qualitative Bewertung neu besiedelter Flächen, eine Herausarbeitung der Bodenversiegelung sowie eine kleinräumige Modellierung der Flächenentwicklung im Zeitverlauf.

Vorgängerstudien:

Bordschek, B./Castlunger, L (2004): Dauersiedlungsgebiet in Südtirol – 2002 / Territorio insediativo in provincia di Bolzano – 2002. ASTAT-Schriftenreihe 108. Bozen: ASTAT.

Schäfer, S. (2008): Dauersiedlungsgebiet in Südtirol – 2007 / Territorio insediativo in provincia di Bolzano – 2007. ASTAT-Schriftenreihe 141. Bozen: ASTAT.

Wieland, T. (2013): Dauersiedlungsgebiet in Südtirol – 2012 / Territorio insediativo in provincia di Bolzano – 2012. ASTAT-Schriftenreihe 194. Bozen: ASTAT.