Achtung Lücke: Fahrrad-Erreichbarkeit und Mobilitätsgerechtigkeit in ländlichen Räumen
- Ansprechperson:
- Projektgruppe:
Stadt- und Mobilitätsgeographie
- Starttermin:
6/2024
Das Promotionsprojekt von Caroline Huth setzt sich mit dem Potenzial des Radverkehrs zur Verbesserung von Erreichbarkeiten in ländlichen Räumen Deutschlands auseinander.
Erreichbarkeits- und Mobilitätsprobleme nehmen mit abnehmender Siedlungsdichte zu und betreffen insbesondere ländliche Räume. Eingeschränkte Mobilitätsoptionen, eine hohe Abhängigkeit vom Pkw sowie begrenzte Angebote des öffentlichen Verkehrs können zu Mobilitäts- und Erreichbarkeitsarmut führen und soziale Teilhabe erschweren. Gleichzeitig hat der Radverkehr, nicht zuletzt durch technische Entwicklungen wie E-Bikes, das Potenzial, die Alltagsmobilität und Erreichbarkeit in ländlichen Räumen zu verbessern.
Das Projekt untersucht, inwiefern sich räumliche Ungleichheiten in der radverkehrsbasierten Erreichbarkeit und in der Verfügbarkeit von Radverkehrsinfrastruktur in ländlichen Räumen Deutschlands manifestieren und welche planerischen und institutionellen Prozesse diesen Ungleichheiten zugrunde liegen.
Theoretisch ist die Arbeit an der Schnittstelle von Mobilitätsforschung und sozialer/räumlicher Gerechtigkeit verortet. Ziel der Arbeit ist es, konzeptionelle und empirische Grundlagen für eine sozial gerechte und nachhaltige Mobilitätsplanung in ländlichen Räumen zu schaffen und den Radverkehr stärker als Bestandteil der Erreichbarkeitssicherung zu verankern.