
Interreg OpDyNat
- Ansprechperson:
- Förderung:
Interreg, Regierungspräsidium Karlsruhe und weitere
- Projektbeteiligte:
Projektleitung: Conservatoire des Sites Alsaciens – Conservatoire d’espaces naturels (CEN) Alsace
NABU IFA – Institut für Fluss und Auenökologie, Außenstelle Karlsruhe
- Starttermin:
03/2025
- Endtermin:
03/2029
Interreg OpDyNat

Die 1984 unter Naturschutz gestellte Rastatter Rheinaue auf deutscher Seite und das 1997 ausgewiesene Naturschutzgebiet „Delta de la Sauer“ auf französischer Seite zählen zu den letzten Überresten der einst großflächig verbreiteten Auenlandschaften am Oberrhein. Grenzübergreifend verfolgen beide Schutzgebiete als Teil desselben Naturraums dieses Gebiet zu schützen. Trotz ihrer herausragenden Bedeutung als Lebensraum für zahlreiche seltene Tier- und Pflanzenarten ist in beiden Räumen eine Verschlechterung des ökologischen Zustands zu beobachten. Eine wesentliche Ursache hierfür ist die unzureichende Anbindung der Auengewässer an den Rhein, die zu einer fortschreitenden Verlandung der Gewässerlebensräume führt. Um dieser Entwicklung entgegenzuwirken, wurden bereits verschiedene Maßnahmen zur Verbesserung der Anbindung der Auen an den Rhein umgesetzt.
Aufgabe des IfGG innerhalb des Projekts ist es zunächst, den aktuellen Zustand beider Naturschutzgebiete mit ihren charakteristischen Arten und Lebensräumen auf Grundlage vorhandener Daten zu erfassen. Anschließend sollen bereits umgesetzte Maßnahmen zur Verbesserung der Konnektivität mit dem Rhein sowie weitere Renaturierungsmaßnahmen anhand verschiedener Parameter hinsichtlich ihrer Wirksamkeit bewertet werden. Auf dieser Grundlage sollen Empfehlungen für zukünftige Maßnahmen entwickelt werden.
Dabei wird berücksichtigt, dass sich das Management der Rastatter Rheinaue von dem des „Delta de la Sauer“ unterscheidet. Ziel ist es, erfolgreiche Ansätze auf beiden Seiten des Rheins zu identifizieren und gegebenenfalls als Best-Practice-Beispiele auf das jeweils andere Schutzgebiet zu übertragen. Zudem wird eine gemeinsame Monitoringstrategie erarbeitet. Darüber hinaus sollen Arten identifiziert werden, die heute nur noch auf einer Rheinseite vorkommen, für die jedoch auf beiden Seiten geeignete Lebensraumbedingungen bestehen. In solchen Fällen werden die Potenziale für eine Wiederansiedlung untersucht.